Temperatur lässt sich messen. Blutdruck auch. Aber Bewusstsein? David R. Hawkins war überzeugt: Ja, auch das geht. In seinem Buch Power vs. Force stellte er 1995 eine Skala vor, die innere Zustände in Zahlen fasst. Von 20 bis 1000. Von Scham bis Erleuchtung. Das klingt zunächst reduktionistisch. Und gleichzeitig hat diese Skala etwas, das viele Menschen sofort anspricht: Sie macht spürbar, was sich oft schwer in Worte fassen lässt.

Wer war David R. Hawkins?

David Ramon Hawkins (1927-2012) war Psychiater, Bewusstseinsforscher und spiritueller Lehrer. Er führte über Jahrzehnte eine psychiatrische Praxis in New York, bevor er sich ganz der Bewusstseinsforschung widmete. Sein bekanntestes Werk, Power vs. Force: The Hidden Determinants of Human Behavior, erschien 1995 und wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt.

Hawkins' zentrale These: Es gibt eine messbare Unterscheidung zwischen Kraft (Power) und Gewalt (Force). Kraft kommt aus dem Inneren. Gewalt braucht ständig äußeren Nachschub. Diese Unterscheidung bildet das Fundament seiner Bewusstseinsskala.

Sein Werk wurde von Millionen gelesen, aber auch kritisiert. Der Psychologe Scott Lilienfeld listete angewandte Kinesiologie unter den fragwürdigen Verfahren. Die American Medical Association stuft den Muskeltest als nicht belegt ein. Hawkins selbst sah seine Arbeit weniger als klinische Methode, sondern als Bewusstseinsforschung. Diese Spannung zwischen Resonanz und Skepsis gehört zum Thema dazu. Wer sich ehrlich damit beschäftigen will, sollte beide Seiten kennen.


Die Skala im Überblick

Hawkins ordnet menschliche Bewusstseinszustände auf einer logarithmischen Skala von 1 bis 1000 an. Jeder Wert steht nicht für einen Menschentyp, sondern für einen Zustand. Das ist ein wichtiger Unterschied. Niemand ist dauerhaft auf einer Stufe. Wir bewegen uns ständig.

Die zentrale Schwelle liegt bei 200. Alles darunter beschreibt Hawkins als lebensfeindlich (life-draining). Alles darüber als lebensfördernd (life-sustaining). Diese Grenze markiert den Übergang von Reaktion zu Eigenverantwortung.

Weitere Schlüsselwerte: 500 steht für bedingungslose Liebe. 600 für tiefen inneren Frieden. Ab 700 beginnt das, was Hawkins als Erleuchtung bezeichnet. Zustände, die nur sehr wenige Menschen dauerhaft verkörpern.


Die wichtigsten Bewusstseinsebenen im Einzelnen

Scham (20) steht ganz unten. Ein Zustand, in dem Du Dich am liebsten unsichtbar machen würdest. Im Alltag zeigt sich das als Rückzug, Selbstverachtung, das Gefühl, grundlegend falsch zu sein.

Angst (100) kennt jeder. Der Magen zieht sich zusammen, die Gedanken kreisen. Die Welt erscheint als bedrohlicher Ort. Viele Menschen verbringen große Teile ihres Tages in diesem Zustand, ohne es bewusst wahrzunehmen.

Wut (150) hat mehr Energie als Angst. Sie bewegt. Das kann zerstörerisch sein, aber auch ein erster Schritt raus aus Ohnmacht. Wut sagt: Mir ist nicht egal, was hier passiert.

Mut (200) ist die Wasserscheide. Hier beginnt Eigenverantwortung. Du stellst Dich dem, was ist, statt davor wegzulaufen. Mut heißt nicht furchtlos sein. Mut heißt handeln, obwohl Angst da ist.

Akzeptanz (350) bedeutet: Du hörst auf zu kämpfen gegen das, was Du nicht ändern kannst. Das ist keine Resignation. Es ist die Fähigkeit, klar zu sehen, was ist, und Deine Energie dorthin zu lenken, wo sie tatsächlich wirkt.

Liebe (500) meint hier nicht romantische Verliebtheit. Hawkins beschreibt damit einen Zustand bedingungslosen Wohlwollens. Dir selbst und anderen gegenüber. Im Alltag zeigt sich das als tiefe Gelassenheit, als Fähigkeit, den Dingen ihren Lauf zu lassen, ohne gleichgültig zu werden.

Frieden (600) ist selten und still. Ein Zustand jenseits von Worten. Wer ihn erlebt, beschreibt oft ein Gefühl der Zeitlosigkeit, der Verbundenheit mit allem. Die Grenzen zwischen Selbst und Welt werden durchlässig.

Erleuchtung (700-1000) ist der Bereich, den Hawkins Figuren wie Buddha, Jesus oder Krishna zuordnet. Für die meisten Menschen ist das weniger ein Ziel als ein Orientierungspunkt am Horizont.

Was auffällt, wenn Du diese Zustände durchgehst: Sie betreffen nicht nur den Kopf. Jeder davon hat eine körperliche Signatur. Angst sitzt im Magen, Mut weitet die Brust, Frieden löst die Schultern. Das Bewusstseinslevel zeigt sich auch im Energiefeld und in den Chakren. Die Ebenen stehen nicht isoliert.


Wie misst man die Bewusstseinsebene?

Hawkins nutzte angewandte Kinesiologie, auch Muskeltest genannt. Das Prinzip: Der Körper reagiert auf Wahrheit mit Stärke, auf Unwahrheit mit Schwäche. Ein geschulter Tester stellt eine Aussage in den Raum und prüft die Muskelreaktion des Gegenübers.

Das ist wissenschaftlich umstritten. Peer-reviewed Studien, die das Verfahren eindeutig belegen, gibt es bislang nicht. Gleichzeitig nutzen zahlreiche Therapeuten und Heilpraktiker diese Methode in ihrer täglichen Arbeit und berichten von konsistenten Ergebnissen.

Ein anderer Zugang bietet das Biofeld-Scanning. Dabei wird das Energiefeld eines Menschen gelesen und in Bezug gesetzt zu verschiedenen Bewusstseinszuständen. Das ersetzt keinen wissenschaftlichen Nachweis. Aber es kann Dir ein differenziertes Bild davon geben, wo Du Dich gerade energetisch befindest.


Praktische Anwendung im Alltag

Die Hawkins-Skala ist kein Wettkampf. Es geht nicht darum, möglichst schnell nach oben zu kommen. Es geht darum, ehrlich hinzuschauen. Denn die Skala beschreibt Zustände, keine festen Identitäten. Du bist kein "200er-Mensch" oder "350er-Mensch". Du bewegst Dich an einem einzigen Dienstagnachmittag vielleicht von Mut bei der Arbeit zu Angst im persönlichen Gespräch. Beides kann gleichzeitig wahr sein.

Drei Fragen, die Dir dabei helfen können:

Das Ziel ist Beobachtung, nicht Bewertung. Wenn Du merkst, dass Du den halben Tag in Angst verbracht hast, ist das keine Niederlage. Es ist eine wertvolle Information. Erst was Du siehst, kannst Du verändern.

Die Skala hilft auch, die Reaktionen anderer besser einzuordnen. Jemand, der aus Wut handelt, hat mehr Energie als jemand in Resignation. Das bedeutet nicht, dass Wut besser ist. Aber es erklärt, warum bestimmte Gespräche so verlaufen, wie sie verlaufen. Und es nimmt diesen Gesprächen etwas von ihrer Schwere, wenn Du verstehst, welcher Zustand gerade am Werk ist.


Deine persönliche Bewusstseinsebene

Wo stehst Du gerade? Nicht als endgültiges Urteil. Sondern als Momentaufnahme.

Ein Biofeld Scan kann Dir zeigen, auf welcher Bewusstseinsebene der Hawkins-Skala Du Dich aktuell bewegst. Dazu kommen Dein Chakra-Zustand, Dein Aurafeld, aktivierte DNA-Stränge und ein persönliches Mandala. Kein Urteil, sondern ein Bild. Eine Einladung, genauer hinzusehen.

Welcher Zustand begegnet Dir am häufigsten? Und was würde sich verändern, wenn Du es wüsstest?

Wenn Du erfahren möchtest, auf welcher Bewusstseinsebene Du Dich gerade befindest und was Dein Energiefeld darüber hinaus zeigt, findest Du mehr unter harmonicbiofield.com.

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